Sparkassen Zeitung

Economy

„Sind mit unseren Starken Partner für die Zukunft gut gerüstet"

Stephan Scoppetta

Manfred Rapf, neuer Generaldirektor und Manfred Bartalszky, Vertriebsvorstand der s Versicherung über Vorsorgebewusstsein, die neue Marketingkampagne und gute Aussichten für 2017.

Sparkassenzeitung: Sie haben 2017 besondere Aufgaben zu meistern, denn mit Jahresbeginn wurden Sie neuer Generaldirektor der s Versicherung. Welche Akzente werden Sie als neuer Chef des größten heimischen Bankversicherers und führenden Lebensversicherers setzen?
Manfred Rapf: Im Versicherungsgeschäft zählen Kontinuität und Vertrauen. Das bedeutet, dass wir den Weg, den wir als Vorstandsteam schon vor vielen Jahren eingeschlagen haben, auch weiter gehen werden. 2016 konnten wir alle Ziele, die wir uns gesteckt haben, trotz schwierigem
Marktumfeld erreichen. Wir erzielten ein Prämienvolumen von 795 Millionen Euro und lagen damit klar über dem Branchendurchschnitt. Zudem konnten wir ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 40 Millionen Euro erwirtschaften. Ein Umstand, der die hervorragende Partnerschaft mit Erste Bank und Sparkassen unterstreicht. Denn es sind die top-ausgebildeten Beraterinnen und Berater der Sparkassengruppe, die das Vorsorgebewusstsein unserer Kundinnen und Kunden wecken und deren volles Vertrauen genießen.

2016 war gerade für die Finanzwirtschaft ein weiteres Jahr großer Herausforderungen. Erstmals in der Geschichte senkte die Europäische Zentralbank den Leitzins auf null Prozent. Macht die finanzielle Vorsorge in einer solchen Phase überhaupt noch Sinn?
Rapf: Der grundsätzliche Ansatz, heute Geld auf die Seite zu legen, um in der Zukunft darauf zugreifen zu können, ist mittlerweile nicht mehr primär vom Rendite-Gedanken getragen. Nach der Euro-Krise und den wirtschaftlich schwierigen Jahren seit 2008 sind viele Menschen einfach nur froh, wenn sie ihr Erspartes zumindest sicher anlegen können.

Manfred Bartalszky: Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider. Gerade in der klassischen Lebensversicherung und den Privatpensionen, die heute noch einen Gesamtzinssatz von aktuell 2,5 Prozent bieten – 0,5 davon garantiert –, verzeichnen wir derzeit die größten Zuwächse. Wer allerdings bereit ist ein wenig Risiko einzugehen und damit seine Ertragschancen zu steigern, sollte bei langen Anlagehorizonten auf fondsgebundene Lebensversicherungen wie unsere s Fonds-Polizze Plus zurückgreifen. Durch die Option auf eine Verrentung des Kapitals am Ende der Laufzeit lässt sich mit der s Fonds-Polizze Plus sogar das Langlebigkeitsrisiko abdecken. Ein ausführliches Beratungsgespräch in Erste Bank oder Sparkasse, zur Festlegung des persönlichen Rendite-Risiko-Profils, ist dabei zu empfehlen.

Sie haben jetzt eine neue Marketingkampagne gestartet, bei der Sie die Lebensmomente beim Thema Vorsorge in den Mittelpunkt stellen. Warum gerade Lebensmomente?
Bartalszky: Für die Beraterinnen und Berater der Sparkassengruppe sind diese Lebensmomente gute Anknüpfungspunkte, um das Thema Vorsorge ins Bewusstsein zu rücken. Oft wissen die Kundinnen und Kunden ja nicht, dass sich zum Beispiel mit einer Heirat auch die Vorsorgeaspekte ändern müssen und viele Versicherungsverträge angepasst werden sollten. Deshalb versuchen wir hier über moderne Informationsangebote auf unserer Website, wie dem neuen Blog, dem Pen-
sionstypentest oder auch mit der diesem Heft beiliegenden Pensionsdrehscheibe einen aktiven Beitrag für ein größeres Vorsorgebewusstsein zu leisten.

Rapf: Wir haben darüber nachgedacht, wie Kundinnen und Kunden an das Thema Versicherung herangehen. So rational und trocken das Thema Versicherung und Vorsorge ist, so emotional ist im Grunde die Entscheidung, eine Vorsorge zu treffen. Es sind einfach einschneidende Momente in unserem Leben, die uns dazu bewegen, eine Vorsorge zu treffen. Es kann das erste eigene Auto sein, die Geburt eines Kindes oder auch der Unfall eines Familienmitgliedes, der den Vorsorgegedanken aufkeimen lässt. Man fragt sich dann meist, ob man auf der sicheren Seite des Lebens ist, und wie es wäre, wenn einem das selbst passieren würde.

Ist das Vorsorgebewusstsein der Österreicherinnen und Österreicher wirklich so unterentwickelt?
Rapf: Vielen Menschen ist mittlerweile durch das persönliche Pensionskonto klar geworden, dass sie für das Alter auch privat vorsorgen müssen, wenn die Pensionslücke nicht zu groß ausfallen soll. Doch im Vergleich zu unseren Nachbarstaaten sind die Österreicherinnen und Österreicher eher Vorsorgemuffel. Dabei werden viele Risiken übersehen, die nicht von unserem an sich sehr guten staatlichen Vorsorgesystem gedeckt sind.

Bartalszky: Wir als s Versicherung sind seit vielen Jahren nicht nur führender Lebensversicherer, sondern mit unseren Partnern aus Erste Bank und Sparkassen auch größter Bankversicherer in Österreich. Dieser Erfolg beruht vor allem auf der kontinuierlich aufgebauten und sukzessiv verbesserten Zusammenarbeit zwischen Bank und Versicherung. Als Spezialversicherer in der Lebens- und Unfallversicherung haben wir gemeinsam in über 30 Jahren neue Maßstäbe gesetzt. Künftig wollen wir diese Best Practices noch stärker für den Vertrieb von Sach- und Krankenversicherungen nützen. Auch der Fokus auf die Bereitstellung digitaler Produkte wird in den kommenden Jahren eine immer größere strategische Rolle spielen.

Wie wird sich aus Ihrer Sicht das Jahr 2017 entwickeln?
Rapf: Die wirtschaftliche Stimmung klart auf und ich bin sicher, dass wir auch heuer wieder ein sehr gutes Ergebnis abliefern werden. Und ich bin ebenfalls davon überzeugt, dass wir als s Versicherung, gemeinsam mit unseren Vertriebspartnern von Erste Bank und Sparkassen, für die Zukunft gut gerüstet sind und unseren Wachstumskurs mit modernen und innovativen Produkten, die sich an den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden orientieren, weiterführen werden.

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