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SIS – Informationen zwei Mausklicks entfernt

Herta Schneidinger
Im Vorjahr verzeichnete das SIS 1.306 aktive UserInnen, von denen
270.976 Auswertungen abgerufen wurden.

Der Name Sparkassen-Informations-System sagt bereits vieles, doch nicht alles: Hinter dem Kürzel SIS steht viel technisches Know-how und ein Team, das dank langjähriger Erfahrung viel Verständnis für die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen in den Sparkassen mitbringt.

„Den Namen Sparkassen-Informations-System haben wir gewählt, weil wir auf unserer Plattform Informationen bereitstellen. Wir verdichten die vorhandenen Daten und machen daraus Informationen für die Userinnen und User unseres Systems“, erklärt Martin Hohlrieder, der das Kompetenzzentrum Informationsmanagement des Sparkassenverbandes leitet. „Wir horchen ganz genau hin, was gebraucht wird. Wenn jemand zu uns kommt und ein Bedürfnis hat, dann stellen wir diese Information binnen Stunden zur Verfügung. Wir besorgen Ursprungsdaten aus Überweisungen, aus Transaktionen, vom Markt oder aus Krediten. Dann programmieren wir Datenbanken, wir legen unsere Daten meistens in kleinen, schnellen Datenzylindern ab und machen die Anwendung selber zur Information.“

Begonnen hat alles vor rund 18 Jahren. Das SIS war damals die erste Plattform, die internetbasiert Daten zur Verfügung stellen konnte. Dieses System entwickelte sich in den letzten 18 Jahren zur führenden Plattform im Sektor. „Außer uns gibt es keine einzige Plattform, die übergreifend über verschiedene Fachgebiete Themen anbietet“, ist Hohlrieder stolz. Die MitarbeiterInnen der Abteilung werden von den Sparkassen über Mitgliedsbeiträge im Sparkassenverband bezahlt.

Geprüfte Sicherheit
Was Security und Audit betrifft, hat das SIS strenge Vorschriften einzuhalten. Daten und Informationen, die verarbeitet werden, sind nur für Sektor- oder Gruppenmitglieder gedacht und dürfen nicht nach außen dringen. „Wir sind ein sehr sicheres System und wir sind auditfähig, also revisionssicher. Wenn ein User ins System geht, dann wissen wir ganz genau, um welche Uhrzeit er welche Zahl angesehen hat. Es muss alles für die Revision aufgezeichnet werden“, erklärt Werner Szendi, Leitung Organisation und Web. Und auch gegen Einbrüche ins und Angriffe auf das System ist man bestens geschützt. Denn egal, ob Penetration-Test oder Glass-Box-Test, die Sicherheit des Systems wurde bestätigt.

Leichte Bedienung, gutes Service
Im Prinzip können alle SparkassenmitarbeiterInnen auf das SIS zugreifen. Dafür wurde ein dezentrales Berechtigungssystem geschaffen: In jedem Institut gibt es einen sogenannten SIS-Verantwortlichen oder eine -Verantwortliche, der oder die für das jeweilige Haus die Zugriffsrechte an die MitarbeiterInnen vergibt, natürlich im Rahmen dessen, was man als Institut sehen darf.

Besonders stolz ist das Team auf die Benutzerfreundlichkeit des Systems. Werner Szendi: „Wir sagen immer: Zwei Klicks, und man muss bei der Information sein. Aus unser langen Erfahrung wissen wir, die Information muss einfach aufbereitet sein. Ist es zu kompliziert, wird das System nicht angewendet. Je nach Datengröße und Komplexität darf eine Auswertung außerdem nur zwei bis maximal zehn Sekunden dauern.“ Einer der Hauptpunkte für die Beliebtheit und das Ansehen des SIS ist sicherlich das bestens funk-
tionierende Service. „Wir sehen sofort, wenn ein Anwender oder eine Anwenderin eine Fehlermeldung bei einer Abfrage bekommt und können gleich darauf reagieren. Sollte etwas nicht funktionieren, wird mit dem User, der Userin sofort Kontakt aufgenommen. Wir haben den Anspruch, alles innerhalb eines Tages zu erledigen.“

Der Erfolg des SIS in Zahlen: Das SIS hatte im Vorjahr 1.306 aktive UserInnen, von denen 270.976 Auswertungen abgerufen wurden. Weitere 72.744 Auswertungen wurden zusätzlich durch 3.846 Druckaufträge abgerufen. 4.088 VertriebsmitarbeiterInnen verwendeten den SIS-Performance-Check, und zur Berechnung von Krediten wurde die SIS-Vorkalkulation von 2.537 UserInnen genutzt.

Wer in das System einsteigt, dem öffnet sich eine Startseite mit mehr als 20 Kapiteln zu allen relevanten Themen, die auch farblich getrennt sind. „Beim Informationsmanagement haben wir rund 3.000 verschiedene Views, also Auswertungen, Sichten, Anwendungen und Berichte. Wir decken das gesamte Thema Risiko für die Sparkassen ab. Mit unseren Risikoberichten hat man alle aufsichtsrechtlichen und alle Berichtspflichten für den Aufsichtsrat und die offiziellen Organe abgedeckt“, sagt Hohlrieder. Dazu gibt es einen Marktbereich, der alles enthält, was mit KundInnen und Markt zu tun hat. Natürlich stehen auch Standardberichte wie Quartalsrechnungen, Monatsrechnungen, Bilanzen und G&V zur Verfügung. Auch dem Gemeinwohl und dem Sparkassenhandbuch sind Kapitel gewidmet. „Wer einsteigt, bekommt automatisch die aktuellsten Daten angezeigt. Auf der Hauptmaske kann sich jeder und jede bei jedem Kapitel einen raschen Überblick darüber verschaffen, wo die Daten herkommen und wie aktuell sie sind“, ergänzt Hohlrieder.

Es gibt fünf schnelle Wege zur SIS-Information: Jeder User,  jede Userin kann sich eigene Favoriten zusammenstellen und von dieser Liste wegarbeiten. Auch über den Menüpunkt Management-Favoriten kann gesucht werden. Oder man ruft die Historie auf und sucht in dieser. Weiters ist eine eigene Suchfunktion auf der Startseite eingerichtet. Und zu guter Letzt ist es möglich, die Suche über die Menüpunkte im Kapitel laufen zu lassen. War die Suche erfolgreich, kann jede Auswertung als Excel-Datei oder als PDF heruntergeladen werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, einen Druckauftrag mit Inhaltsverzeichnis zusammenzustellen, der mit einem Link downgeloadet werden kann.

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