Sparkassen Zeitung

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Frühe Gelderziehung für 9 von 10 ÖsterreicherInnen wichtig

Ausgabe #4/2017 • Rückgrat der Wirtschaft

Geld und seinen Wert zu erfassen ist für Kinder schwierig. Berechnungen zufolge könnten jedoch 4,6 Milliarden Euro pro Jahr an Taschengeld in Kinderhände fließen. In der Erziehung sehen 89 Prozent der Bevölkerung das Thema Geldwirtschaft als wichtig.

Durch Taschengeld lernen Kinder den Umgang mit Geld, das geht aus einer aktuellen Integral- Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen hervor. Für jeweils neun von zehn ÖsterreicherInnen sind relevante Motive für Taschengeld „Geld einteilen“, „den Wert eines Geldbetrags einschätzen“, „Verantwortung übernehmen“ und „den unabhängigen Umgang sowie den Sinn des Sparens erkennen“. Acht von zehn meinen, dass die Kinder und Jugendlichen durch eigenes Taschengeld lernen „Bedürfnisse aufzuschieben“, weil sie finanziell nicht die notwenigen Rücklagen haben. Rund drei Viertel der Bevölkerung sind der Ansicht, dass als Motiv „das Geld für eigene Wünsche zur Verfügung zu haben“ und die Tatsache, dass „Entscheidungsbefugnis über eigenes Geld Konflikte reduziert“ wesentliche Faktoren für Taschengeld sind. Dass Taschengeld allerdings gegeben wird, um einem gesellschaftlichen Anspruch zu genügen, ist nur für ein Drittel der ÖsterreicherInnen wichtig.

ZUR UMFRAGE: Die Erste Bank beauftragte das Marktforschungsinstitut Integral für eine telefonische Befragung rund um die Themen Gelderziehung und Taschengeld. In der Zeit von 4. bis 18. August wurden 500 Personen telefonisch befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren (7,6 Millionen Menschen).

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Was zählt, sind die Menschen