Sparkassen Zeitung

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Editorial

Ausgabe #5/2017 • Ideas for the Future

Liebe Leserin, lieber Leser! 

Auch wenn Sparbuch und Bausparen immer noch zu den beliebtesten Sparprodukten der ÖsterreicherInnen zählen, wird eine Form der Geldanlage für sie immer interessanter: ethisch-nachhaltige Investments. Während 56 Prozent darüber Bescheid wissen, nutzen sie derzeit aber nur rund vier Prozent, so die neueste IMAS-Umfrage. Dass „Nachhaltigkeit“ keine „Nachteile“ gegenüber nicht-nachhaltigen Investments für InvestorInnen bedeutet, ist offensichtlich noch nicht flächendeckend durchgedrungen. Dabei bestätigen zahlreiche internationale Studien, dass Verantwortung und Rendite kein Widerspruch sind.

Grünes Licht für grüne Fonds? Sind hundertjährige Anleihen veraltet? Diese und andere Fragen beleuchten wir für Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Sparkassenmagazins. Da Nachhaltigkeit allerdings ein subjektiver Begriff ist, gibt es auch unterschiedliche Auslegungen über die Eigenschaften eines Nachhaltigkeitsfonds: Vom „Blacklist“- über den „Whitelist“- bis hin zum „Best-in-Class“-Ansatz erklären wir Ihnen die Kriterienkataloge, nach denen in der Fondspraxis die Spreu vom Weizen getrennt wird.

In puncto Nachhaltigkeit geht es uns aber nicht nur um den Investitionsaspekt, sondern auch um generelle Werthaltungen, wie etwa die gesellschaftliche Verantwortung, sowie um erfolgreiche Förder- und Sponsoring-Projekte in der Sparkassengruppe, vom „MehrWERT“-Sponsoring über „Vermehrt Schönes!“ bis hin zur neuen österreichweiten Initiative „zusammen. helfen“.

Liebäugeln Sie aufgrund der niedrigen Sparzinsen damit, Ihr Geld lieber in ein Elektroauto zu investieren? Wir klären Sie über hartnäckige Vorurteile und Mythen auf, welche die leisen Gleiter immer wieder begleiten. „Steter Tropfen höhlt den Stein“ heißt es auch, wenn es um das Finanzwissen unserer Kinder und Jugendlichen geht. Hier bedarf es, wie jüngst Prof. Bettina Fuhrmann vom Institut für Wirtschaftspädagogik auf der WU Wien feststellte, noch zahlreicher Tropfen Wissenselixier, um unsere Kids mit ausreichender finanzieller Eigenverantwortung und ausgeprägtem Risikobewusstsein auszustatten. Kombiniert mit gesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein ist dieses Know-how eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche, nachhaltig gelebte Zukunft. „Geld ist zwar ein Mittel zum Zweck“, sagt Alfred Strigl von der Beratungsfirma plenum für nachhaltige Unternehmensführung, „aber man muss es mit Verantwortung einsetzen und man kann damit einen sozialen und ökologischen Impact erreichen.“

Nützen Sie das gesamte Spektrum an positiven Möglichkeiten und beginnen Sie gleich mit dem Lesen der aktuellen Ausgabe. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen!

Franz Portisch, Generalsekretär des österreichischen Sparkassenverbandes

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Was zählt, sind die Menschen