Sparkassen Zeitung

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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser!

Die Jugend von heute lebt öffentlicher als jede andere Generation vor ihr. Sie ist mit Internet, Handy und Social Media unter sehr speziellen Lebensumständen unserer schnelllebigen und hochtechnisierten Zeit quasi in der „Cloud“ aufgewachsen. Wie ticken unsere Kinder und Jugendlichen – zwischen 1995 und 2010 geboren auch „Generation Z“ genannt – in ihrer digitalen, von Influencern geprägten Welt auf der einen und bezüglich ihrer individuellen Selbstfindung und Wertehaltung auf der anderen Seite? Was ist ihnen wichtig, was lässt sie kalt? Wie blicken sie in die Zukunft? Auf diesen spannenden Trip durch die Seele unserer Youngsters haben wir uns für die aktuelle Magazinausgabe begeben und dazu unter anderem den Vorsitzenden des Vereins jugendkulturforschung.de, Philipp Ikrath, befragt sowie die neuesten internationalen Jugend- studien durchforstet.

Wussten Sie, dass 82 Prozent der österreichischen VertreterInnen der Generation Z mit ihrem aktuellen Lebensstandard zufrieden und wir damit im internationalen Vergleich Spitzenreiter sind? Hingegen glauben nur 43 Prozent von ihnen, dass sie – im Vergleich mit der Generation ihrer Eltern – genug Geld haben werden, um gut zu leben, und nur 27 Prozent erwarten einen sicheren Job in der Zukunft. Laut der „Global Future Consumer Study“ von A.T. Kearney müssen übrigens viele große Markenhersteller um ihre NachwuchskundInnen zittern. Denn bei ihnen verlieren klassische Marken weltweit massiv an Vertrauen. Werte wie soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz wiegen mehr als Verführung durch intensive Werbung und Marktbeherrschung. Damit erhält Grönemeyers Songtitel „Kinder an die Macht“ eine ganz neue Dimension.

Das Vertrauen der Jugend müssen sich selbstverständlich auch die Banken kontinuierlich erarbeiten. Erste Bank und Sparkassen liegen die Kinder und Jugendlichen ganz besonders am Herzen. Davon zeugen vielfältige Aktivitäten und Angebote wie die Sparkasse Schülerliga, die wir schon seit 1975 (!) unterstützen und an der in dieser Zeitspanne über 750.000 Schüler- Innen allein beim Fußball teilnahmen. Ein großes Anliegen ist die Verbreitung von finanziellem und wirtschaftlichem Basiswissen – also Financial Literacy –, wofür die Sparkassen bereits ab der Volksschule Materialien bereitstellen und kindergerecht Inhalte vermitteln. Nicht zuletzt stellen wir ihnen speziell auf die Jugend-Bedürfnisse zugeschnittene Bankprodukte vor, die das Sparen fördern und den Umgang mit der Bank und dem bargeldlosen Zahlungsverkehr üben.

Was der Generation Z neben Vertrauen in Unternehmen noch wichtig ist? Man höre und staune: Tradition. Obwohl das Internet die Welt immer kleiner macht und die „Screenager“ damit aufwachsen, dass sie die meisten Menschen innerhalb von Sekunden erreichen können, nimmt das Traditionsbewusstsein bei Österreichs Jugendlichen laut dem internationalen Marktforscher IPSOS zu. Und: Work-Life-Balance ist ihnen wichtiger als Karriere. Dazu beantwortet uns auch Jungschauspieler Simon Morzé unsere „Fünf Fragen“, der – heute 22-jährig – bereits mit zehn Jahren vor der Kamera stand.

Franz Portisch,
Generalsekretär des Österreichischen Sparkassenverbandes

Sie wollen zudem wissen, wie es die junge Akrobatik-Truppe „Zurcaroh“ von der Sparkasse Sportgemeinschaft Götzis heuer schaffte, weltweite Bekanntheit zu erreichen? Das und vieles mehr erfahren Sie in dieser Ausgabe. Dabei wünsche ich Ihnen wieder viel Vergnügen und interessante Neuigkeiten zum tieferen Verständnis unserer „next generation“.

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Was zählt, sind die Menschen