Sparkassen Zeitung

Economy

Jungendfördung ist Teil des Gründungsgens

Stephan Scoppetta

Erste Bank und Sparkassen betrachten die Förderung der Jugend als gesellschaftlichen Auftrag. Dabei reicht das Spektrum vom Sportsponsoring über Wissensvermittlung bis hin zu speziellen Produkten - junge Menschen sind den Sparkassen wichtig.

Am 28. Juni 2018 fand das 43. Sparkassen Fußball Schülerliga-Bundesfinale in Landskron ein dramatisches Ende: Das U13-Team des BG/BRG Klagenfurt Lerchenfeld traf auf die NSMS Wien/Wendstattgasse und die Kärntner besiegten die Wiener klar mit 6:1 und holten damit zum zweiten Mal den Sparkassen-Schülerliga-Meistertitel nach Kärnten. Doch nach dem Spiel ist vor dem Spiel, und die neue Saison der Sparkassen Schülerliga hat bereits wieder gestartet. Heuer geht es mit neuen Dressen in die 44. Auflage der Sparkassen Schülerliga. Jährlich nehmen über 1.000 Schulen in ganz Österreich teil. Für Wolfgang Dinhof, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Hainburg-Bruck-Neusiedl, bedeutet das immer Hochsaison: „Die Sparkasse Hainburg-Bruck-Neusiedl AG fördert jährlich 15 Mannschaften der Schülerliga Fußball und Volleyball. Damit unterstützen wir den Jugendsport und die schulsportlichen Aktivitäten in der Region, in der wir wirken.“ Erste Bank und Sparkassen können von sich behaupten, einer der größten Talente-Förderer Österreichs zu sein. Laut Statistik haben zwei von drei SpitzensportlerInnen ihre Karriere in der Schülerliga begonnen.

JUGENDFÖRDERUNG IST GRÜNDUNGSAUFTRAG

Schon seit der Gründung der Sparkassen sind diese dem Gemeinwohlgedanken verpflichtet. Sie stärken die wirtschaftlichen und sozialen Grundlagen der Gesellschaft und schaffen Werte für Generationen. Das Bewusstsein und das Wahrnehmen der unternehmerischen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft ist für die Sparkassen eine Selbstverständlichkeit und die Grundlage ihrer Arbeit. Daher werden mit großer Überzeugung Projekte in den Bereichen Soziales, Kunst, Sport, Kultur, Bildung und Umwelt geför dert. Doch darüber hinaus fördern auch die regionalen Sparkassen zahlreiche Jugendaktivitäten in ihrer Region.

FINANCIAL LITERACY NOTWENDIG WIE NIE

Im Dezember 2017 zeigte die Studie „Ökonomische Bildung – Ende der Sekundarstufe I (13 bis 14 Jahre)“ von Bettina Fuhrmann, Leiterin des Instituts für Wirtschaftspädagogik an der WU Wien, dass nur rund die Hälfte der Schüler- Innen erkannte, dass Girokonten einen bargeldlosen Zahlungsverkehr ermöglichen und die Grundlage für Überweisungen und Kartenzahlungen bilden. 42,9 Prozent nahmen fälschlicherweise an, dass ein Girokonto nur bei regelmäßigen Zahlungseingängen eröffnet werden kann. Die Vergabe von Krediten wurde als Hauptaufgabe der Bank gesehen, allerdings von 22 Prozent der Befragten auch das „Drucken von Geld“. Nur ein Anteil von 33 Prozent der befragten Jugendlichen konnte die Kontoverbindung des Empfängers auf einem Zahlschein korrekt wiedergeben. Ein Aufgreifen des Themas Finanzbildung in Österreich tut not und deshalb engagieren sich die Sparkassen schon seit Jahrzehnten mit Workshops und umfangreichen Materialien als Partner für Schulen, um Finanz- und Wirtschaftsthemen lebensnah in die Klassenzimmer zu bringen. Bereits mit der Einführung des Unterrichtsfachs Wirtschaftskunde Anfang der sechziger Jahre hat der Sparkassenverband die Notwendigkeit erkannt, die WirtschaftskundelehrerInnen mit aktuellen Unterlagen zu Bank- und Wirtschaftsfragen zu unterstützen. Gleiche Interessen hatte schon damals die WKO. Aufgrund dieser gemeinsamen Interessenslage wurde die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft & Schule (AWS) ins Leben gerufen. Damals wie heute besteht der Bedarf, den LehrerInnen didaktisch aufbereitete Lehrbehelfe über aktuelle Wirtschaftsthemen für die Unterrichtsgestaltung in die Hand zu geben. Darüber hinaus sind MitarbeiterInnen der Sparkassen regelmäßig in den Schulen ihrer Region präsent, um mit Kindern und Jugendlichen den sou- veränen Umgang mit Geld zu erarbeiten. Stefan Dörfler, Vorstandsvorsitzender der Erste Bank Oesterreich: „Besonders stolz sind wir auf den Erste Financial Life Park, FLiP, eine weltweit einzigartige Bildungseinrichtung am Erste Campus in Wien. Jugendlichen wird hier spielerisch Finanzwissen vermittelt. Sie lernen, wie wichtig es ist, verantwortungsvoll mit Geld umzugehen und ihre finanzielle Eigenverantwortung zu schärfen. Bereits mehr als 28.000 Schülerinnen und Schüler besuchten in den letzten zwei Jahren das FLiP. Die Touren sind über Monate hinweg ausgebucht.“

„Erste Bank und Sparkassen engagieren sich schon sehr lange im Sport. Unser Sportsponsoring ist auf drei Säulen aufgebaut: dem Spitzensport, dem Breitensport und der Förderung von Nachwuchssportlern. Es ist uns ein besonders großes Anliegen, zukunftsorientierte und nachhaltige Projekte zu unterstützen. Daher fördern wir Nachwuchssportlerinnen und -sportler durch Investitionen in die Schüler- liga in den Disziplinen Fußball und Volleyball. Top-Talente wie David Alaba machten ihre ersten Schritte in der Schülerliga und nahmen anschließend ihre Karriere in Angriff: ein wunderbarer Beweis, dass Investition in den Nachwuchs Investition in die Zukunft bedeutet.“ Stefan Dörfler, Vorstandsvorsitzender der Erste Bank Oesterreich

„Für finanzielle Entscheidungen mit großer Tragweite, beispielsweise eine Wohnbaufinanzierung, ist unbedingt Finanz-Know-how erforderlich. Dieses Wissen hilft, Zusammenhänge zu verstehen und die weitreichenden Auswirkungen einer langfristigen Finanzierung richtig einzuschätzen. Den Vorarlberger Sparkassen ist die Finanzbildung Jugendlicher ein besonderes Anliegen. In einer Kooperation mit dem Land Vorarlberg und der Schuldenberatung bieten die Sparkassen Weiterbildung für Schulklassen im Rahmen des Vorarlberger Finanzführerscheins an. Mit den berufsbildenden Schulen besteht unter dem Titel Finanz- und Risikomanagement, FIRI, eine sehr erfolgreiche Kooperation, an der sich auch die Vorarlberger Sparkassen beteiligen.“ Werner Böhler, Vorstandsvorsitzender Dornbirner Sparkasse Bank AG

„Die Sparkasse Hainburg-Bruck- Neusiedl AG fördert jährlich 15 Mannschaften der Schülerliga Fußball sowie Volleyball. Damit unterstützen wir den Jugendsport und die schulsportlichen Aktivitäten in der Region, in der wir wirken. Diese regionalen Aktivitäten sind uns wichtig, denn Sport verbindet und die jungen Menschen lernen fürs Leben. Wie erfolgreich unser Sponsoring ist, zeigt sich daran, dass drei Profi- spieler aus dem Burgenland aus der Schülerliga hervorgingen: Mario Pavelic, derzeit bei HNK Rijeka, Christian Gartner, der seit 2017 bei MSV Duisburg spielt, und Markus Kuster, er ist aktuell Torhüter beim SV Mattersburg.“ Wolfgang Dinhof, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Hainburg-Bruck-Neusiedl AG

„In den Ausbildungen der Schulen kommt der Finanzausbildung zu wenig Bedeutung zu. Wir versuchen das mit Financial Literacy ein wenig zu kompensieren. Wir halten bewusst Kontakt über den Bezirksschulrat zu den Schulen und stellen unser Know-how ohne Werbung zur Verfügung. Auch den Direktoren bieten wir jährlich eine Bildungsveranstaltung an, die Finanzthemen beinhaltet. Leider nutzen nur einige Schulen unser Angebot. Hier muss man nüchtern betrachtet sagen, dass die Beendigung der ‚offiziellen Zutrittsberechtigung‘ von Banken in die Schulen durch den Gesetzgeber und den Landesschulrat das Klima stört.“ Klaus Klopf, MBA Vorstandsvorsitzender Sparkasse Mühlviertel-West Bank AG

„Die Zahl der Privatinsolvenzen be- stätigt das Erfordernis von Fi- nanzbildung. Das ist von öffent- lichem Interesse, wird aber über- haupt nicht wahrgenommen. Kennt- nisse im Finanzwissen gehören eigentlich zu den Basics des Lebens. Wir bieten regional Finanzbildung bei Bewerbungstrainings für Schulabgänger an. Darüber hinaus sind wir in lokalen Schultypen, wie HAS, HAK, FW-Kolleg und so weiter, wo das Thema Unternehmensgründung und -finanzierung eine Rolle spielt, als Gastreferenten tätig. Auch hier binden wir Teile einer Grund-Finanzbildung mit ein. Aber grundsätzlich würden wir gerne noch mehr für das Thema in der Region machen.“ Günter Weigelt, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Salzkammergut AG

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Was zählt, sind die Menschen