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Volltreffer Schülerliga

Herta Scheidinger

Wilhelm Kraetschmer vom Österreichischen Sparkassenverband über die Unterstützung der Sparkasse Schülerliga und ihre Bedeutung für die Gesellschaft

Herr Kraetschmer, die Sparkasse Schülerliga existiert seit 1975, ein „Volltreffer“ für die Jugend?

Wilhelm Kraetschmer: Die Sparkassen Schülerliga gibt es jetzt seit 43 Jahren, das ist wirklich eine lange Erfolgsstory. In dieser Zeitspanne hat allein im Fußball die stolze Zahl von 750.000 Schüler- innen und Schülern diesen Schulwettbewerb durchlaufen. Wir haben jetzt im Schnitt 750 Schulen pro Jahr, die in der Sportart Fußball teilnehmen.

Zurück zu den Anfängen: Wie hat das Engagement der Sparkassen für die Sparkasse Schülerliga begonnen?

Kraetschmer: Ich beginne mit einer Anekdote aus der Geschichte: 1971 wurde zuerst die Schi-Liga für Schüler gegründet. Damals war Fred Sinowatz Unterrichtsminister und sagte zu seinem Ministerialrat Hermann Andrecs: „Du musst dir etwas einfallen lassen, wir brauchen eine Schülerliga, bei der auch die Burgenländer etwas gewinnen können.“ Nach kurzer Überlegung kam man zum Schluss: Die Sportart, die man in ganz Österreich betreibt, ist Fußball. Das war die Geburtsstunde der Fußballschülerliga im Jahr 1975.

Was war für die Sparkassen ausschlaggebend um sich zu engagieren?

Kraetschmer: Die Intention der Sparkassen und des Sparkassenverbandes ist es, den Schülerinnen und Schülern Freude am Sport und Gesundheitsbewusstsein zu vermitteln. Es geht uns nicht darum, Sieger oder Spitzensportler zu produzieren, es geht uns um die Breite. Doch das ist es nicht allein: Fußball vermittelt auch eine gewisse Fertigkeit für das spätere Leben, Teamfähigkeit zu beweisen und auch mit Sieg und Niederlage umzugehen.

Haben nicht sogar einige Nationalspieler bei der Schülerliga begonnen?

Kraetschmer: Das Nebenprodukt ist, dass wir unzählige Spitzenfußballer hervorgebracht haben, die bei der Schülerliga begonnen haben und dort entdeckt worden sind. Die bekanntesten in jüngster Zeit sind David Alaba, Marcel Sabitzer und Aleksandar Dragovic.

Gibt es auch eine Sportart für Mädchen, die Sie unterstützen?

Kraetschmer: Wir haben im Fußball nicht nur Buben! Es spielen auch Mädchen mit. Beim Finale 2016 wurde sogar das entscheidende Tor von einem Mädchen geschossen. Das ging durch die Zeitungen, weil sie so toll gespielt hat. Nachdem es im Fußball so gut gelaufen ist, haben wir das gleiche Format für Volleyball gewählt. Heute haben wir ungefähr 270 Schulen, die Volleyball spielen. Das heißt, wir haben im Jahr über 1.050 Schulen, die am Sparkassen Schülerliga-Wettbewerb Fußball und Volleyball teilnehmen – das sind im Jahr fast 17.000 Schülerinnen und Schüler aus allen Schultypen.

Wie sieht das Sponsoring aus?

Kraetschmer: Wir machen das Sponsoring gemeinsam mit der Firma Errea, welche die Dressen stellt, und wir übernehmen das finanzielle Rüstzeug für die Durchführung des gesamten Wettbewerbs. Die Schulen sind quer über das Bundesgebiet verteilt, es gibt kein Bundesland, das nicht am Wettbewerb teilnimmt. So kommen auch alle Sparkassen in den Genuss sich einzubringen. Auf der lokalen Ebene leisten die Sparkassen viele zusätzliche individuelle Unterstützungen. Das geht auf kurzem Weg und ergänzt sich. Wenn man alles zusammenzählt, reden wir hier schon von einem hohen sechsstelligen Betrag, um das Ganze auf die Beine zu stellen.

Welche Rolle spielen die Lehrerinnen und Lehrer bei der Sparkassen Schülerliga?

Kraetschmer: Der ganze Schülerliga-Wettbewerb steht und fällt mit den Lehrerinnen und Lehrern: Sind sie motiviert und sehen darin einen Mehrwert, kommt auch etwas Hervorragendes zustande. Ist aber keiner bereit mit den Kindern zu trainieren, kann man noch so viel Geld hinein- stecken, es wird nichts nützen.

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Was zählt, sind die Menschen