Sparkassen Zeitung

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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wir sind wieder am Ende eines ereignisreichen Jahres angelangt. Für viele von uns bedeutet dies, Rückschau zu halten, ob es ein gutes und vor allem „erfolgreiches“ Jahr war. Doch was bedeutet eigentlich Erfolg? Kurz gesagt: für jeden etwas anderes. „Erfolg ist etwas sehr Individuelles und hängt stark davon ab, wie man selbst leben will“, erklärt die Wiener Psychotherapeutin und Unternehmensberaterin Birgit Kurzacz in der vorliegenden Ausgabe der Sparkassenzeitung. Dem pflichtet auch ein erfolgsverwöhnter, aber gleichzeitig äußerst bodenständiger „Erfolgsexperte“ bei: Anselm Grün, deutscher Benediktinermönch und spiritueller Berater vieler ManagerInnen, dessen Schriften und Bücher bereits in 14-millionenfacher Auflage erschienen sind. Viel wichtiger als der äußere Erfolg wie Geld und Karriere sei der innere Erfolg wie „Authentizität und die Lust am fließenden Leben“. Und: „Wer Werte achtet, der ist auf Dauer erfolgreicher als jener, der nur auf Erfolg fixiert ist“, gibt uns Pater Grün mit auf den Weg. Dies können wir als Sparkassengruppe nur unterstreichen, denn die bei der ersten Sparkassen-Gründung vor 200 Jahren definierten Grundwerte sind auch heute noch im Geschäftsmodell jedes Institutes verankert und werden entsprechend gelebt.

Abgesehen von der unterschiedlichen persönlichen Definition von Erfolg gibt es auch Erfolgsfaktoren, ohne die es einfach nicht geht. Das „Geheimnis des Erfolges“ ist also gar nicht so geheim. Konrad Zimmermann, Geschäftsführer von LernQuadrat, bringt es für den Schulerfolg auf den Punkt: Kinder, die positiv denken und selbstsicher an neue Aufgaben
herangehen, lernen besser als andere. Positives Denken kann man lernen und insofern auch das erfolgreich Sein. Andreas Salcher, Mitbegründer der Sir Karl Popper Schule, Österreichs Schule für Hochbegabte, warnt jedoch davor, dem Nachwuchs einen Weg aufzuzwingen. Nur, wenn die Hauptmotivation der SchülerInnen aus der Ausübung ihrer Begabung kommt, sind sie langfristig erfolgreicher und auch glücklicher. Profunde Untersuchungen zeigen, dass soziale und emotionale Intelligenz bei Kindern für spätere Erfolge wichtiger sind als ihre analytischen Fähigkeiten; lesen Sie mehr über die Ergebnisse der US- amerikanischen Langzeitstudie, die fast 100.000 Kinder über 18 Jahre lang beobachtete, in unserer Einleitungsstory.

Erfolge sind aber auch nicht denkbar ohne Niederlagen. Antje Heimsoeth, Mental-Coach für viele OlympiateilnehmerInnen, bezeichnet Fehler und Rückschläge sogar als „Dünger für den Erfolg“. Dies bestätigen auch die für unser Magazin befragten Unternehmen, die Erfolge in verschiedensten Facetten und Branchen stets nur mit großem Durch- haltevermögen erreicht haben. Wie sich ein „mörderischer Erfolg“ mit internationalen Bestsellern wie die „Totenfrau-Trilogie“ oder neuerdings „Bösland“ eingestellt hat, verrät Ihnen zudem der Tiroler Schriftsteller Bernhard Aichner.

Bereits angeschnitten habe ich die Erfolgsgeschichte von Erste Bank und Sparkassen, die im kommenden Jahr zum 200-Jahr-Jubiläum ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. Dies werden wir als gesamte Sparkassengruppe entsprechend feiern. Allerdings sollen nicht wir im Mittelpunkt stehen, sondern jene Personen, die unseren Erfolg ermöglicht und uns über einen so langen Zeitraum die Treue gehalten haben: unsere Kundinnen und Kunden. „Wir werden nicht nur retrospektiv auf dieses wichtige Ereignis schauen, sondern auch nach vorne gerichtet“, zitiere ich hier den obersten Marketer der Erste Group, der im Interview spannende Details zu erfolgreicher Kampagnenplanung preisgibt.

Franz Portisch,
Generalsekretär des Österreichischen Sparkassenverbandes

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Vergnügen beim Lesen, gesegnete Weihnachtsfeiertage im Kreise Ihrer Lieben und natürlich VIEL ERFOLG im ganz besonderen, kommenden Jahr!

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