Sparkassen Zeitung

Economy

Wert-Papiere: Warum sich ein Investment an den Kapitalmärkten lohnt

Ausgabe #4/2019 • Wert & Papiere
Stephan Scoppetta

VIELE ANLEGER–INNEN IN ÖSTERREICH STEHEN DEN THEMEN BÖRSE UND WERTPAPIERE SKEPTISCH GEGENÜBER. AKTIEN-INVESTMENTS SEIEN ETWAS FÜR ZOCKER, VIEL ZU KOMPLIZIERT UND AUFWENDIG. DOCH STIMMT DAS, UND SIND NICHT GERADE AKTIEN EINE DER BESTEN MÖGLICHKEITEN IM ZINSTIEF MEHR AUS SEINEM GELD ZU MACHEN?

Bald jährt sich der große Börsencrash vom Oktober 1929 zum 90. Mal. Die Bilder von Börsenhändlern, die sich aus den Fenstern stürzen, haben sich in das Menschheits-Gedächtnis eingebrannt. In diesem Jahrtausend hatten wir schon zwei handfeste Börsenkrisen. 2001 das Platzen der Tech-Blase und 2008 den Untergang der US-Bank Lehman Brothers, die in der Folge die Weltwirtschaft in eine tiefe Krise stürzte. Soll man von Aktien also die Finger lassen oder gibt es doch gute Gründe, das Ersparte in Wertpapiere zu investieren? Vorweg: Wer die Börsen-Crashs durchtaucht hat, ist auf mittlere bis lange Sicht als Gewinner hervorgegangen. Aber es gibt viele andere stichhaltige Argumente, warum man gerade heute in Aktien und Fonds investieren sollte.

1. DIE NIEDRIGEN ZINSEN FRESSEN DAS ERSPARTE AUF

Die Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank wird zunehmend ein Problem für die heimischen SparbuchsparerInnen. Grund: Aktuell werden von den Banken aufgrund eines Leitzinses der EZB von null Prozent nur noch 0,0 bis 0,2 Prozent Zinsen bezahlt. Gleichzeitig lag die Inflationsrate in Österreich im ersten Halbjahr bei 1,68 Prozent. Das heißt, am Sparbuch verlieren die Österreicher- Innen Geld. Knapp 300 Milliarden Euro schmelzen dahin in einer Welt, die ohne Zinsen auskommen muss. Womöglich noch lange. Negative Realzinsen sind aber keine Erfindung der letzten Jahre. Vielmehr hat es in der Geschichte immer wieder Phasen gegeben, in denen die SparerInnen in Österreich real enteignet wurden, aber sie waren nicht so spürbar wie heute. Zum Beispiel fiel die reale Verzinsung täglich fälliger Spareinlagen in Österreich in den 1970er-Jahren auf bis zu minus sechs Prozent, weil die Inflationsraten zu jener Zeit Spitzen bis zu zehn Prozent erreichten. Ein Ende des aktuellen Zinstiefs ist nicht in Sicht und es steht sogar zu befürchten, dass es zu einer weiteren Lockerung der Geldpolitik durch die EZB kommen wird und das zu einer weiteren Enteignung der BürgerInnen führt. Auch Andreas Treichl, Vorstandsvorsitzender der Erste Group, hat das bei der Pressekonferenz zum Halbjahresergebnis zum Thema gemacht. Die Folgen der aktuellen Währungspolitik seien problematisch und die Politik dürfe nicht mehr dazu schweigen. Die Negativzinsen würden die Zinsen auffressen. Treichl: „Die Österreicherinnen und Österreicher haben aufgrund der Zinssituation und ihrer Veranlagungsgewohnheiten im vergangenen Jahr real weit über fünf Milliarden Euro an Vermögen verloren. Unsere Aufgabe ist es, attraktive risikoadäquate Veranlagungsprodukte zu entwickeln.“ Ohne ein Risiko einzugehen lässt sich heute aufgrund der niedrigen Zinsen nicht einmal mehr die Inflation schlagen. Die einzige Möglichkeit für SparerInnen zumindest die Geldentwertung zu kompensieren und sich die Chance auf eine höhere Rendite zu sichern sind Wertpapiere wie Aktien, Fonds & Co.


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„DIE ÖSTERREICHERINNEN UND ÖSTERREICHER HABEN AUFGRUND DER ZINSSITUATION UND IHRER VERANLAGUNGSGEWOHNHEITEN IM VERGANGENEN JAHR REAL WEIT ÜBER FÜNF MILLIARDEN EURO AN VERMÖGEN VERLOREN.“

Andreas Treichl,
Vorstandsvorsitzender der Erste Group
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Wie der Zeitverlauf seit 1896 des Dow Jones Industrial Average, ältester Börsenindex
der Welt, zeigt, konnten selbst große Wirtschaftskrisen, Weltkriege oder Bankpleiten
den steten Aufwärtstrend der größten 30 US-Aktien nicht stoppen.


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„AKTIONÄRE SIND EIN WICHTIGER MOTOR FÜR DIE SCHAFFUNG VON WOHLSTAND IN UNSEREM LAND.“

Gerhard Fabisch,
Präsident des Österreichischen Sparkassenverbandes
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2. NUR SACHWERTE SCHÜTZEN VOR DER GELDENTWERTUNG

Die Idee, sein Geld auf das Sparbuch zu legen, um damit ein kleines Vermögen aufzubauen, ist auf absehbare Zeit gestorben. Gerhard Fabisch, Präsident des Österreichischen Sparkassenverbandes: „Doch die Idee des Sparens lebt weiter. Jeder muss sich etwas zur Seite legen, um Geld für unvorhergesehene Ereignisse als Reserve zu haben oder um sich in Zukunft zum Beispiel ein Auto oder die eigenen vier Wände leisten zu können.“ Dabei war eigentlich die Geldanlage noch nie so einfach wie heute, denn in Zeiten ohne Zinsen bleiben nur noch Sachwerte interessant. Das heißt, Immobilien, Gold und natürlich Aktien sollten ganz oben auf der Anlegerliste stehen. Ja, Aktien sind auch Sachwerte, denn sie verbriefen AnlegerInnen einen Anteil an einem Unternehmen und damit auch an dessen Produktionskapital sowie nichtmonetären Vermögenswerten wie Maschinen, Immobilien oder Patenten. Der Vorteil von Aktien ist, dass man sich selbst mit wenig Geld – anders als bei Immobilien – an großen Unternehmen beteiligen kann. Fabisch: „Der inhaltliche Kern der Aktienanlage besteht darin, dass man Geld einem Unternehmen zur Verfügung stellt und dieses damit Werte und Arbeitsplätze schafft. Aktionäre sind damit ein wichtiger Motor für die Schaffung von Wohlstand in unserem Land.“


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„ES IST IMMER DER RICHTIGE ZEITPUNKT EINZUSTEIGEN. AM SPARBUCH VERLIERE ICH BEI DER AKTUELLEN ZINSSITUATION UND ABZÜGLICH INFLATION UM DIE ZWEI PROZENT PRO JAHR.“

Peter Bosek,
Vorstandschef der Erste Bank Oesterreich
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3. ES IST IMMER DER RICHTIGE ZEITPUNKT EINZUSTEIGEN

Wer seit der Finanzkrise 2008 nicht an der Börse investiert war, hat sich stattliche Renditen entgehen lassen. Das US-Börsenbarometer hat in den vergangenen zehn Jahren um 169 Prozent zugelegt. Der deutsche Leitindex DAX um stattliche 114 Prozent. Besonders geboomt haben die Technologiebörsen. Zum Beispiel legte der NASDAQ 100, der Werte wie Ebay, Apple oder Alphabet (Google) enthält, um über 360 Prozent zu. Doch die Weltbörsen sind in den vergangenen Jahren meist sehr gut gelaufen und viele AnlegerInnen fürchten bereits wieder einen großen Crash. Der Handelskrieg zwischen den USA und China, aber auch der mögliche Hard Brexit, der Ende Oktober droht, verunsichert viele AnlegerInnen. Peter Bosek, Vorstandschef der Erste Bank Oesterreich: „Es ist immer der richtige Zeitpunkt einzusteigen. Am Sparbuch verliere ich bei der aktuellen Zinssituation und abzüglich Inflation um die zwei Prozent pro Jahr. Anlegerinnen und Anleger müssen also Alternativen suchen. Erzielte man vor zwei oder drei Jahren in Europa und den USA noch zweistellige Renditen, so muss man jetzt etwas selektiver vorgehen.“ Auch die Prognosen sind weniger negativ als es derzeit auf den ersten Blick scheinen mag. Fritz Mostböck, Leiter des Bereichs Group Research der Erste Group Bank AG: „Wir rechnen mit Lösungen beim Handelskonflikt und daher gehen wir nicht von einem nachhaltigen Abschwung der US-Wirtschaft aus. Der Arbeitsmarkt ist zudem in einer sehr guten Verfassung.“ Zwar drückt derzeit die globale Verlangsamung des Handels auf die Exporte, aber gleichzeitig stützt die Inlandsnachfrage viele Märkte. Mostböck: „Noch immer ist das Umsatz- und Gewinnwachstum der globalen börsennotierten Unternehmen in einer guten Verfassung, aber natürlich werden die Kursausschläge an den Börsen in den nächsten Monaten größer werden.“ Aber davon sollte man sich nicht abhalten lassen. Bosek: „Wer regelmäßig über einen Sparplan konstant Geld einbezahlt, kauft bei fallenden Kursen mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger Anteile von einem Fonds. Dadurch ist es auch nicht erforderlich, den richtigen Einstiegszeitpunkt zu finden.“


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„NOCH IMMER IST DAS UMSATZ- UND GEWINNWACHSTUM DER GLOBALEN BÖRSENNOTIERTEN UNTERNEHMEN IN EINER GUTEN VERFASSUNG.“

Fritz Mostböck,
Leiter des Bereichs Group Research der Erste Group Bank AG
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4. BEREITS MIT KLEINEN BETRÄGEN AN INTERESSANTEN BÖRSEN GELD ANLEGEN

Nun sind Aktieninvestments auch mit einem gewissen Risiko behaftet, denn nicht nur die globalen Markteinflüsse wie BREXIT und ein möglicher Handelskrieg spielen eine große Rolle, auch die Geschäftsentwicklung eines Unternehmens beeinflusst Aktienkurse in einem hohen Maß. Die einfachste Lösung, um dieses Risiko zu reduzieren, ist eine breite Streuung. Eine gute Möglichkeit bieten besonders Fonds. Viel Erfahrung kann die Erste Asset Management vorweisen, die Fonds- und Vermögensverwaltungstochter der Erste Group Bank und Sparkassen. Zur Erste Asset Management gehört mit 75,1 Prozent auch die ERSTE Immobilien KAG. Heinz Bednar, Vorsitzender der Geschäftsführung der Erste Asset Management: „Gemeinsam mit allen unseren Partnern, den Sparkassen und den Kunden-Betreuerinnen und -Betreuern haben wir es zum führenden Asset Manager in unserer Region geschafft. Das Fondsvolumen der österreichischen Fondsgesellschaften beträgt per 31. 7. 2019 178,5 Milliarden Euro. Die Erste AM Gruppe verwaltet Gelder – Investmentfonds und Vermögensverwaltung – in Höhe von insgesamt 61,7 Milliarden Euro. Rund 45 Milliarden Euro in Österreich, bereits rund zehn Milliarden Euro in Tschechien und knapp vier Milliarden Euro in Ungarn.“


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„EIN GUTES EINSTEIGERPRODUKT FÜR ZUM BEISPIEL JUNGE FAMILIEN IST DER ‚ERSTE S FONDS PLAN MIX‘. HIER WIRD DAS GELD SEHR BREIT GESTREUT.“

Heinz Bednar,
Vorsitzender der Geschäftsführung der Erste Asset Management
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Die Erste Asset Management hat gemeinsam mit der Erste Bank und den Sparkassen die wichtigsten Kundenbedürfnisse und größten Trends für den Vermögensaufbau analysiert und speziell fünf Themenpakete im „s Fonds Plan Mix“ geschaffen, in denen verschiedene Fonds stimmig gebündelt sind. Bednar: „Ein gutes Einsteigerprodukt für zum Beispiel junge Familien ist ‚Der erste s Fonds Plan Mix‘. Hier wird das Geld sehr breit gestreut. Ein Teil des veranlagten Geldes fließt über den YOU INVEST Dachfonds in unterschiedliche Anlageklassen und zusätzlich in den Erste Immobilienfonds.“ Dabei wird das Portfolio von AnlageexpertInnen laufend überwacht und regelmäßig an die aktuellen Marktchancen angepasst. Diese Mischung von Fonds ist ein gutes Fundament für einen langfristigen Vermögensaufbau. Die Mindestanlage beträgt 50 Euro pro Monat. Der s Fonds Plan Mix kann ab sofort auch online via George abgeschlossen werden. Mehr Infos unter: www.erste-am.at/de/sfondsplan/s-fonds-plan-mix

5. ZUKUNFTSORIENTIERT IN MEGATRENDS ANLEGEN

Nicht aus jedem Hype oder Trend wird ein Megatrend. Denn nur bei diesen handelt es sich um langfristige soziale, wirtschaftliche, politische, ökonomische oder technologische Veränderungen. Das Fondsmanagement der Erste Asset Management hat fünf Megatrends identifiziert, die unser tägliches Leben beeinflussen werden. Dazu zählen die Bereiche Gesundheit & Vorsorge, Lebensstil, Technologie & Innovation, Umwelt & saubere Energie und aufstrebende Märkte. Heinz Bednar: „Wir legen bis zum 9. Oktober einen neuen Aktienfonds auf, der in diese Entwicklungen investiert. Die fünf ausgewählten Megatrends werden entweder mit ausgewählten Aktieneinzeltiteln oder spezialisierten Aktienfonds abgebildet. Da sich Megatrends nach typischen Mustern entwickeln, wird die Veranlagungspolitik des Fonds auf dieser Basis aktiv gesteuert.“ Auch die Aufteilung zwischen Aktien und Fonds wird laufend angepasst, wobei das Portfolio neben bekannten Blue Chips gezielt attraktive, aber den meisten Anlegerinnen und Anlegern weniger bekannte Mid-Cap-Unternehmen enthalten wird. Mehr über den Fonds finden Sie auf der Webseite www.erste-am.at oder unter www.erste-futureinvest.at. Der Fondsstart ist für den 10. Oktober 2019 geplant. Auch in diesen interessanten Aktienfonds kann man bereits ab 50 Euro monatlich ansparen. Neben dem Aktienfonds wird mit dem ERSTE FUTURE INVEST 90 Prozent auch eine Garantieanleihe mit Fälligkeit 4. 10. 2029 aufgelegt.


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„MIT UNSERER ONLINEBANKINGPLATTFORM GEORGE SIND WIR NICHT NUR BEIM KONTO EIN VORREITER IN ÖSTERREICH, SONDERN AUCH WERTPAPIERDEPOTS LASSEN SICH MIT GEORGE EINFACH, SCHNELL, VERSTÄNDLICH UND BEQUEM VON ZU HAUSE AUS ODER VIA SMARTPHONE UNTERWEGS VERWALTEN.“

Thomas Schaufler,
Privatkundenvorstand der Erste Bank Oesterreich
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6. MIT EINEM MODERNEN DEPOT HAT MAN SEINE FINANZEN IMMER UND ÜBERALL FEST IM GRIFF

Die Zeiten, in denen nur Banken und Broker mit Wertpapieren elektronisch handeln konnten, sind längst vorbei. Dank Onlinetrading kann heute jeder und jede via Computer, Tablet oder Smartphone die eigenen Anlageentscheidungen selbst treffen und mit wenigen Mausklicks jederzeit und überall an den Börsen dieser Welt traden. Und das auch mit kleinen Budgets. Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank Oesterreich: „Mit unserer Onlinebanking- Plattform George sind wir nicht nur beim Konto ein Vorreiter in Österreich, sondern auch Wertpapierdepots lassen sich mit George einfach, schnell, verständlich und bequem von zu Hause aus oder via Smartphone unterwegs verwalten.“ Um mit George Wertpapiere handeln zu können, braucht es eine einmalige kostenlose Aktivierung des Wertpapierhandels. Mit George lassen sich von Aktien über Anleihen bis Fonds eigentlich alle Wertpapiere handeln. Darüber hinaus bietet die Onlineplattform auch zahlreiche Hintergrundinfos zu Unternehmen und Fonds, die AnlegerInnen bei ihrer Investitionsentscheidung unterstützen. Schaufler: „Doch wir sind stetig dabei George weiter zu entwickeln und in den nächsten Monaten werden wir auch in George den Wertpapierhandel via App präsentieren.“

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