Sparkassen Zeitung

Economy

Geld und Gesundheit sind untrennbar verbunden

Ausgabe #5/2019 • Leistbares Wohnen
Stephan Scoppetta

MANFRED BARTALSZKY, VORSTAND DER WIENER STÄDTISCHEN UND ZUSTÄNDIG FÜR DIE MARKE S VERSICHERUNG, ÜBER GELD ALS GESUNDHEITSFAKTOR UND DIE GESTIEGENEN ANSPRÜCHE DER ÖSTERREICHER_INNEN IN BEZUG AUF IHR PERSÖNLICHES WOHLBEFINDEN.

Manfred Bartalszky
Manfred Bartalszky,
Vorstand der Wiener Städtischen
zustündig für die Marke s Versicherung

Gesundheitsvorsorgeprodukte der Wiener Städtischen werden den Kundinnen und Kunden auch über Erste Bank und Sparkassen angeboten. Welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen einer Bank und der Gesundheit der Kundinnen und Kunden?

Manfred Bartalszky: Die Themen Geld und Gesundheit sind im Grunde untrennbar miteinander verbunden. Wer sich Wohlstand schafft – und dazu zählt selbstverständlich auch ein Eigenheim –, dem sollte seine Gesundheit besonders am Herzen liegen. Denn nur als gesunder Mensch kann man das Geschaffene entsprechend genießen. Zudem werden wir immer älter und auch dafür brauchen wir Geld, um uns gesund und fit zu halten. Mit der staatlichen Vorsorge allein ist ein sorgenfreies und gesundes Leben bis ins hohe Alter kaum noch zu gewährleisten.

Österreich hat eines der besten staatlichen Gesundheitssysteme der Welt. Ist das nicht ausreichend?

Bartalszky: Heute funktioniert unser System noch gut, aber wir müssen uns die Frage stellen, wie sieht es in 20 oder 30 Jahren aus? Die Kosten für unser Gesundheitssystem steigen stetig, und gleichzeitig spitzt sich der Ärztemangel in Österreich zu. Schon heute fehlen in Österreich Ärztinnen und Ärzte und in den nächsten Jahren gehen weitere 14.500 in Pension. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Wahlärzte seit dem Jahr 2000 auf 10.099 mehr als verdoppelt. Das sind nur erste Symptome, das wird sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen.

Das Motiv für den Abschluss einer privaten Gesundheitsvorsorge liegt also im Mangel an einer guten staatlichen Grundversorgung?

Bartalszky: Mangel besteht keiner, denn jeder, der hierzulande eine Ärztin oder einen Arzt braucht, wird auch entsprechend versorgt. Es zeigt sich aber, dass die Ansprüche der Österreicherinnen und Österreicher in Bezug auf ihre Gesundheit deutlich gestiegen sind. Wir achten besser auf unser kostbarstes Gut, und viele Kundinnen und Kunden wollen einfach mehr als die gesetzliche Krankenversicherung bietet. Hier bemerken wir einen Trend zur individuell besten Behandlung und den Wunsch, dass diese nicht durch die Vorgaben des staatlichen Gesundheitswesens eingeschränkt wird. Im Vordergrund steht dabei meist das Bedürfnis, dass sich die Ärztin oder der Arzt für die Patienten Zeit nimmt, und das lassen sich die Österreicherinnen und Österreicher auch zusätzlich was kosten.

Welche Vorteile bietet eine private Gesundheitsvorsorge?

Bartalszky: Das hängt von den jeweiligen Tarifen ab, die sich von den Kundinnen und Kunden individuell zusammenstellen lassen. Aber unsere Kunden schätzen zum Beispiel die freie Wahl des Arztes sowie des Spitals – auch einer Privatklinik – und wollen bei einem Krankenhausaufenthalt ein komfortables Ein- oder Zweibettzimmer. Eine private Krankenversicherung deckt aber auch die Selbstbehalte im Sozialversicherungsnetz ab, die für Sehbehelfe, Medikamente und Zahnleistungen anfallen. Zudem werden von der privaten Zusatzversicherung auch Leistungen bezahlt, die von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht bezahlt werden. Hierzu zählen zum Beispiel komplementärmedizinische Behandlungen wie Akupunktur, Homöopathie, TCM oder auch Bachblüten.

Wann macht es aus Ihrer Sicht Sinn, eine private Krankenversicherung abzuschließen?

Bartalszky: Je früher man einen Vertrag abschließt, umso günstiger fällt die Prämie aus. Aber meist wird eine private Krankenversicherung bei Familiengründung zum Thema. Viele Leistungen rund um Schwangerschaft und Geburt werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Hier übernehmen, je nach Vertrag und Tarif, private Versicherer zahlreiche Zusatzleistungen. Auch der Nachwuchs braucht eine optimale medizinische Versorgung und kann sehr kostengünstig bei den Eltern mitversichert werden.

Gibt es auch neue Entwicklungen und Trends?

Bartalszky: Ja – Flexibilität ist ein großes Thema. All-in-one-Produkte mit umfassenden Leistungen sind ebenso gefragt wie günstige Einsteigervarianten vor allem für junge Menschen. Darüber hinaus bekommt auch das Thema Service eine immer größere Bedeutung: Die Kundin und der Kunde möchten nicht nur ein passendes Produkt, sondern auch komfortable Serviceleistungen. Die goldene Regel dabei lautet: schnell, unkompliziert und überall. Genau das bietet die Wiener Städtische mit ihren digitalen Services – vom ServiceBot über Live Chat, die digitale Zweitmeinung bis hin zur Gesundheits-App, mit der ambulante Rechnungen für Ärzte, Therapeuten, Medikamente und Heilbehelfe mit wenigen Klicks eingereicht werden können.

Sie haben gerade einen Gesundheitsguide herausgebracht und ihn dieser Ausgabe beigelegt. Auf welche Inhalte darf man sich freuen?

Bartalszky: Unser Ziel war es, die Gesundheitsvorsorge aktiv zu beleuchten. Dazu haben wir uns mit Themen wie Ärztemangel, Alternativmedizin, Wahlärzte oder auch Prävention sachlich auseinandergesetzt und hierzu auch die entsprechenden Zahlen recherchiert. Damit hoffen wir den Leserinnen und Lesern einen kompakten Überblick über die aktuelle Gesundheitssituation in Österreich sowie die Möglichkeiten privater Gesundheitsvorsorge zu bieten. Ich wünsche allen viel Vergnügen beim Lesen.

Den Gesundheitsguide können Sie hier downloaden.

Haben Sie sich den Gesundheitsguide noch nicht geschnappt?
Dann holen Sie sich einfach die ditigale Version unter: www.wienerstaedtische.at/gesundheitsguide

IN KOOPERATION MIT S VERSICHERUNG, EINE MARKE DER WIENER STÄDTISCHEN

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