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Editorial

Ausgabe #6/2019 • Soziale Verantwortung

Liebe Leserin, lieber Leser!

Die Österreicherinnen und Österreicher sind im internationalen Vergleich besonders spendenfreudig und werden deshalb auch gern als „Spendenkaiser“ bezeichnet. 60 Prozent unserer StaatsbürgerInnen unterstützten im Vorjahr gemeinnützige Organisationen mit nicht weniger als 675 Millionen Euro. Das sind über 113 Euro pro Kopf. Doch Geldspenden sind nur eine Form der „sozialen Verantwortung“, einem wichtigen gesellschaftlichen Thema, dem wir in der Weihnachtsausgabe der Sparkassenzeitung unser Augenmerk widmen. Zeit und Know-how für jene zur Verfügung zu stellen, die gerade besonders schwere Zeiten durchleben und mit schier unüberwindbaren Herausforderungen konfrontiert sind, ist ein weiterer Schritt, der bereits viele Leben gerettet und Glück und Hilfe gebracht hat.

Ein Paradebeispiel ist sicherlich die Zweite Sparkasse, die für viele Menschen in Notlage der letzte Rettungsanker ist. Mehr als 360 ehrenamtliche MitarbeiterInnen bemühen sich in dieser Institution darum, dass ihre KundInnen möglichst rasch wieder finanziell Fuß fassen. Das ehrenamtliche Vorstandsmitglied Gerhard Ruprecht erklärt im Interview, warum er – entgegen üblichen Geschäftsmodellen – froh ist, wenn er seine KundInnen rasch verliert, und wie der Gründungsgedanke der Sparkassen vor 200 Jahren – kein Stand, keine Nation, kein Geschlecht ist von den Vorteilen ausgeschlossen … – in der täglichen Realität gelebt wird. Mit ausgeprägtem sozialem Gewissen agieren bekanntermaßen auch die regionalen Sparkassen und leben die Gemeinwohlidee durch eine Vielzahl an Spenden- und Unterstützungs-Projekten.

Ständig erblicken auch neue Unternehmen und Initiativen, die sich das Wohl der Menschen und der Umwelt auf die Fahnen geschrieben haben, mit äußerst kreativen Ideen das Licht der Welt. So können im Gramm oder Dekagramm Lebensmittel ohne Verpackung, nur mit eigenen mitgebrachten Gefäßen, eingekauft oder über Die Fairmittlerei gebrauchsfähige Reinigungs- und andere Drogerieartikel, die sonst als Ausschuss-Ware im Müll landen würden, von gemeinnützigen Organisationen bezogen werden. Mehr dazu ab Seite 9.

Inwiefern die Freiwilligenarbeit, die zum Großteil von älteren Menschen ausgeübt wird, auch bei der Jugend auf offene Ohren und bereite Hände stößt, das fragten wir Gerald Schöpfer, Präsident Rotes Kreuz Österreich.

Franz Portisch,
Generalsekretär des Österreichischen Sparkassenverbandes

Wollen Sie wissen, welche „Vertrauenspersonen“ ein Fell besitzen, nicht urteilen und werten und dabei zu erstaunlichen therapeutischen Erfolgen beitragen? Dann lesen Sie auf den Seiten 16 bis 19 über herzergreifende Erlebnisse in der tiergestützten Soziotherapie.

Über das zu Ende gehende 200-Jahr-Jubiläum der Sparkassengruppe berichten wir diesmal in „Insight Brüssel“: Ein feierlicher Empfang in der Europa-Hauptstadt, mit hochrangigen Gästen und den wichtigsten Forderungen an die EU-Gesetzgeber mit im Gepäck, macht hier den internationalen Abschluss.

Ich wünsche Ihnen wieder viel Freude und Inspiration beim Lesen, verbringen Sie gesegnete Weihnachten und eine friedliche und erholsame Zeit während der Festtage!

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Was zählt, sind die Menschen